Mathematik

An der Kardinal-von-Galen-Schule unterrichten wir das Fach Mathematik nach dem Programm „mathe 2000“. Grundlage dafür ist im ersten Schuljahr das Lehrwerk „Minimax“, im zweiten, dritten und vierten Schuljahr das Lehrwerk „Matherad“. Das erste Schuljahr behandelt dabei den Zahlenraum bis 20, das zweite den bis 100, das dritte den bis 1.000 und das vierte Schuljahr den bis 1.000.000 und darüber hinaus.

Der Mathematikunterricht findet in unserem Matheraum statt. Dort stehen den Kindern eine Vielzahl an Materialien aus dem Programm „mathe 2000“ zur Verfügung. Der Matheraum verfügt über einen zusätzlichen Gruppenraum, in den die Kinder sich für Gruppenarbeiten und Rechenkonferenzen zurückziehen können.

Im Mathematikunterricht sollen die Kinder, ausgehend von ihren mathematischen Vorerfahrungen, nicht rein mechanische Rechentechniken anwenden, sondern flexibel nutzbares Wissen aufbauen. Dieses erreichen wir durch:

Handlungsorientierung
Die Kinder müssen zunächst mit konkreten Gegenständen handeln, sie begreifen. Dazu ist es wichtig, dass die Kinder so lange mit dem Material hantieren, bis sie die Handlung verinnerlicht haben. Erst dann können sie diese verstehen und mathematische Zusammenhänge erkennen. Wir verwenden dazu über alle vier Schuljahre hinweg die gleichen strukturierten Materialien für die unterschiedlichen Rechenoperationen in den verschiedenen Zahlenräumen.

Produktives Üben
Wir verwenden möglichst produktive Übungsformen, die die Kinder zu eigenen Denk- und Transferleistungen führen. Rein mechanische Übungsformen (z. B. Auswendiglernen des Kleinen Einspluseins und Einmaleins) stehen immer erst ganz am Schluss des Lernprozesses. Sie sind weitgehend verzichtbar, weil die Kinder die Inhalte schon vorher durch produktive Übungsformen gelernt haben.

Kooperatives Lernen
Durch die Auseinandersetzung mit den Ideen anderer Schüler in Partner- und Gruppenarbeit lernen die Kinder, mathematische Vorstellungen anderer nachzuvollziehen und eigene Ansichten zu überdenken.

Problemlösendes Handeln und „Entdeckendes Lernen“
Wir ermuntern die Kinder, ihr mathematisches Wissen durch eigene Aktivität zu erweitern. Kinder lernen nachhaltiger durch eigenes Handeln als durch den Vortrag des Lehrers. Wir unterbreiten den Kindern immer wieder Aufgabenstellungen, die Kinder selbstständig bearbeiten und zu eigenständigen Lösungen führen. Ein Beispiel für eine solche Aufgabe: Wie viele Gummibärchen passen in eine Streichholzschachtel / eine Frühstücksdose / einen Papierkorb / ein Auto / unseren Klassenraum?

Differenzierung
In den verwendeten Lehrwerken werden verschiedene Problemstellungen in den einzelnen Schuljahren immer wieder aufgegriffen. Somit wird der Lernstoff ganzheitlich erschlossen und wiederholt. Das ist ein großer Vorteil sowohl für schneller als auch für langsamer lernende Schüler. Außerdem gibt es viele Übungen, bei denen Aufgaben zunächst lediglich berechnet werden müssen, bei denen sich dann aber anspruchsvollere Aufgabenstellungen (Raketenaufgaben) anschließen. Dadurch können die Kinder auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus arbeiten. Darüber hinaus stehen Mathematik-Förderstunden zur Verfügung.

Förderung individueller Lösungswege
Im Unterricht legen wir besonderen Wert darauf, dass die Schüler eigene Lösungsstrategien entwickeln und nicht nur einen einzigen Weg kennenlernen. Unterlaufen den Kindern dabei Fehler, besprechen wir diese mit dem Kind und nehmen sie als Anlass, mathematische Strategien zu überdenken.

 

 

Känguru-Wettbewerb 2017

Die Dritt- und Viertklässler unserer Schule haben auch in diesem Jahr erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb "Känguru der Mathematik" teilgenommen. Für den weitesten "Känguru-Sprung" (größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten) gab es für zwei Kinder jeweils ein T-Shirt als Belohnung. Die beiden Kinder, die 2. und 3. Preise errungen haben, freuten sich nicht nur über ihre Urkunden, sondern auch über interessante Spiele. Alle Teilnehmer erhielten neben Urkunden und Heften mit Knobelaufgaben auch ein kleines Knobelspiel.