Musik-Workshop im "Alten Pfarrhaus"

Wann und wo haben die Kinder unserer Schule überhaupt die Möglichkeit, professionelle Musiker in greifbarer Nähe zu haben, sie zu hören, zu sehen und ihnen ihre Fragen zu stellen? Im Alten Pfarrhaus in Vellern ist es für die dort gastierenden Musikerinnen und Musiker seit rund einem Jahr immer wieder ein Herzensanliegen, sich dem sehr jungen Publikum aus unserer Schule auf besondere Weise zu widmen.

Weitere Musik-Workshops für unsere Grundschulkinder sind schon in Vorbereitung. Sie werden an Tagen durchgeführt, an denen abends ein Kammerkonzert im Alten Pfarrhaus in Vellern stattfindet.

 

Pianistin begeistert beim KinderKammerKonzert

Aleksandra Mikulska gab am Freitag, 28.04.2017, ein KinderKammerKonzert im Alten Pfarrhaus in Vellern. Herbert Pälmke hatte alle Kinder und Lehrer der Kardinal-von-Galen-Schule spontan eingeladen, einer der besten zeitgenössischen Interpretinnen der Musik Chopins und Liszts zuzuhören. Eigentlich war geplant, das KinderKammerKonzert am Donnerstagnachmittag vor dem abendlichen Konzert im Alten Pfarrhaus durchzuführen. Aber aufgrund eines Autounfalls, in den die Pianistin verwickelt worden war, konnte sie erst abends auftreten. Darum freuten sich die Kinder umso mehr, dass das Konzert nachgeholt wurde - ein Zeichen der hohen Professionalität von Aleksandra Mikulska

 

Unter dem Titel „Franz Liszt auf Konzertreise in Spanien“ hatte sie ein ansprechendes Programm vorbereitet. Die Kinder waren begeistert, dass sie einiges über den berühmten Komponisten und besonderen Klavierspieler Franz Liszt erfahren und seine Musik gehört hatten. Ihnen gefiel, dass die Musik anders war als die, die sie sonst hören. Die Schülerinnen und Schüler fanden sie „cool“ und lobten die Abwechslung innerhalb der gespielten Stücke: mal schnell, mal langsam – mal laut, mal leise – mal hoch, mal tief. Besonders beeindruckt zeigten sich die Kinder von der Fingerfertigkeit der Pianistin, die ganz schnell und sogar „mit den Händen überkreuz spielte“.  Gut zum Ausdruck brachte das Sophia, als sie äußerte: „Ich habe gedacht, die spielt mit vier Händen.“ Immer wieder bezog Aleksandra Mikulska ihre Zuhörer ein: Kinder beschrieben die unterschiedlichen Stimmungen, welche die Musik spiegelte: von bedrohlich über ruhig bis hin zu tänzerisch und fröhlich. Hazel hob hervor, dass sie heraushören konnte, welche Gefühle der Komponist beschrieben habe. Musikalische Begriffe wie „Akkorde“ und „Improvisation“ wurden mit Inhalt gefüllt. Gerne haben die Kinder versucht zu zählen, wie oft ein bestimmtes Motiv vorkam und aus wie vielen verschiedenen Teilen die „Ungarische Rhapsodie Nr. 12“ bestand. Am Ende waren sich die kleinen und großen Zuhörer einig: Wenn Aleksandra Mikulska demnächst noch einmal in Vellern konzertiert, sind sie gerne wieder dabei.

       

 

Workshop mit Aleksandra Mikulska am 17.03.2016

Zu einer Reise mit den drei berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin und Franz Liszt durch die Geschichte virtuoser Klaviermusik lud am Donnerstag, dem 17.03.2016, die bekannte Pianistin Aleksandra Mikulska die jüngsten Kinder unserer Schule ins Alte Pfarrhaus in Vellern ein. Die 34-jährige Aleksandra Mikulska nahm sich bereits zum zweiten Mal gerne die Zeit, im Rahmen eines Musik-Workshops Teile ihres Konzertprogramms, das abends im Alten Pfarrhaus zu Gehör gekommen ist, den Kindern der Klassenstufen 1 und 2 vorzutragen und ihnen interessante biographische Informationen über die drei berühmten Klaviervirtuosen zu vermitteln.

Schnell fand Aleksandra Mikulska, die bereits mit sechs Jahren das Klavierspielen begann, den Kontakt zu den Kindern, die sich mit gutem Blick auf die Klaviertasten im Halbrund nahe an den Steinway-Flügel setzen durften. „Klaviervirtuosen spielen sehr schwere Klavierstücke auf leichte Weise“, so Aleksandra Mikulska. – Davon konnten sich die Kinder beim Hören des ersten Satzes der f-Moll-Sonate („Appassionata“) von Ludwig van Beethoven zu Beginn der einstündigen Veranstaltung überzeugen: Keine Mühe bereiteten der Pianistin die rasend schnellen Fingerläufe und kräftigen Akkorde auf der gesamten Klaviatur. Gebannt schauten die Kinder Mikulskas virtuosem Klavierspiel zu und waren begeistert von der dramatischen und sehr stürmischen Musik. Die zuvor gestellte Höraufgabe, einen für das Stück typischen Musikbaustein zu erkennen und zu zählen, wie oft er auftaucht, stellte die Kinder vor eine Herausforderung, die sie mit Begeisterung annahmen. Nachdem Aleksandra Mikulska vom Leben Frédéric Chopins und von den Pariser Salons, in denen er vor kleinerem Publikum spielte, erzählt hatte, ließ sie einen seiner zahlreichen Walzer erklingen: Als elegant, fröhlich und humorvoll, und immer wieder schnelles Fingerspiel erfordernd, beschrieben die Kinder das Musikstück. Mit Franz Liszts beeindruckender und äußerste Virtuosität erfordernde „Ungarische Rhapsodie Nr. 11“ beschloss Aleksandra Mikulska das dreiteilige Konzertprogramm. Zuvor erfuhren die Kinder, dass dieser als „Tastenlöwe“ bezeichnete Pianist die schwersten Klavierstücke komponiert hat und gerne in großen Konzertsälen vor großem Publikum spielte. Weil er immer wieder lange Reisen in einer Kutsche unternehmen musste, übte er während der Fahrt regelmäßig auf einer extra für ihn angefertigten Klaviatur, die zwar keine Töne hören ließ, aber als wichtiges Trainingsgerät für den Erhalt der Fingergeläufigkeit nötig war. Beeindruckt von der Kunstfertigkeit Aleksandra Mikulskas auf dem Flügel und der Wirkung der vorgetragenen Klavierwerke stellten die Kinder abschließend Fragen, die die Pianistin gerne beantwortete. Auch wie die Töne auf dem Klavier erzeugt werden, erklärte Aleksandra Mikulska sehr anschaulich.                                    

Dass man so schnell auf dem Klavier spielen kann, war für einige der Kinder kaum zu glauben. Aleksandra Mikulska lüftete jedoch einen Teil des Geheimnisses dieser Kunstfertigkeit: Klar ist, dass dafür fleißiges Üben nötig ist! – Ein Üben, das Aleksandra Mikulska schon seit einiger Zeit zu einer der erfolgreichsten Pianistinnen gemacht hat, wovon sich die Kinder unserer Schule auf eindrückliche Weise persönlich überzeugen durften.

 

 

Workshop mit Yury Revich und Mara Mednik am 26.11.2015

Zum wiederholten Mal nahmen am Donnerstag, dem 26.11.2015, nachmittags mehr als 20 Kinder zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern die Möglichkeit wahr, zwei Musikern zu begegnen: Dem Geiger Yury Revich und der Pianistin Mara Mednik, die beide aus Russland stammen.

Im Rahmen eines gut 30-minütigen Musik-Workshops mit dem Titel „Musik erzählt Geschichten“ präsentierten sich beide Künstler dem sehr interessierten Publikum, unterstützt durch die Moderation von Herbert Pälmke. Musikwerke von Vivaldi, Mozart, de Falla, Tschaikowski und Saint-Saens brachten Mara Mednik und Yury Revich auf ihren Instrumenten zu Gehör.

„Erkennt ihr, welche Tiere mit der Musik dargestellt werden?“ Zunächst keine sehr leichte Aufgabe, die der 24-jährige Geiger den Grundschulkindern im ersten Teil des Musik-Workshops stellte! Doch schon bald wurden die Katze, der Esel, der Kuckuck und die Hühner, die auf sehr eindrucksvolle Weise und mit viel Leidenschaft von Yury Revich auf der Geige musikalisch dargestellt wurden, von den Kindern erkannt.

Mara Mednik begleitete den Hauptakteur dabei gekonnt auf dem Flügel. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war es, den Kindern verschiedene Musikstile vorzustellen und Spieltechniken auf der Geige zu demonstrieren. So erfuhren die Kinder, dass die Geige in der Hauptsache mit dem Bogen gestrichen, aber auch mit der rechten, und sogar mit der linken Hand während des Streichens mit dem Bogen gezupft werden kann. Dies zeigte Yury Revich den Kindern und Erwachsenen auf äußerst eindrucksvolle Weise. Alle Zuhörerinnen und Zuhörer bedankten sich mit einem kräftigen Applaus.

 

Workshop mit dem Ensemble „NeoBarock“ am 22.10.2015

„Alte“ Musik begeisterte „junge“ Kinder: In Zusammenarbeit mit Herbert Pälmke hatte das Ensemble „NeoBarock“ alle Beckumer Grundschüler zu einem nachmittäglichen, kostenlosen Workshop ins Alte Pfarrhaus in Vellern eingeladen.

20 Kinder der Kardinal-von-Galen-Schule waren zusammen mit einigen Eltern und der Schulleiterin Christel Hille dieser Einladung gefolgt und erzählten ihren Mitschülern am Folgetag voller Freude, was sie erlebt hatten.

Nachdem die Musiker ihre Gäste musikalisch begrüßt hatten, stellten sie ihre alten Instrumente einzeln vor und machten die Unterschiede zu heutigen Instrumenten deutlich. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler den Künstlern nicht nur zusehen und zuhören, sondern auch mit ihren Händen Einzelteile von Instrumenten und deren Funktion erforschen. So erfuhren sie, dass Violinen vor über 300 Jahren, zu der Zeit von Johann Sebastian Bach, mit Schafsdarm bespannt waren, den die Kinder anfassen durften.

Das Interessanteste war für die meisten die Funktionsweise des Cembalos: Die Violinspielerin Maren Ries hatte für diesen Workshop die Tastaturtechnik des Cembalos modellhaft und vergrößert nachgebaut, so dass die Kinder sie ausprobieren konnten.

Die Künstler brachten ihnen auch die Musik des Barock näher, indem sie diese mit der heutigen verglichen: In einer Fuge wiederholt sich das Thema in verschiedenen Stimmen ähnlich wie in einem Kanon. Also wurde gemeinsam mit Violinen und Violoncello der Kanon „Bruder Jakob“ dreistimmig gesungen.

Anschließend zählten die Kinder, wie oft ein vorher vorgespieltes Thema im 1. Satz („Vivace“) der Sonate d-Moll für 2 Violinen und Basso continuo auftauchte. Begeistert zeigten sie auf, wenn sie das Thema hörten.

Als der Workshop nach einer Schulstunde zu Ende ging, hätten einige der Musik gerne noch länger gelauscht. Ihre Kommentare machten deutlich, dass sich die Spielfreude der Musiker auf die Kinder übertragen hatte: „Mir hat supergut gefallen, wie die gespielt haben.“ – „Allein haben sich die Instrumente gut angehört, zusammen aber noch viel besser.“ – „Die haben so toll gespielt.“ Besonders Jungen waren an der Technik des Cembalos interessiert und stellten ihre Fragen, die die Musiker auch nach Ende des Workshops gerne beantworteten und am Instrument veranschaulichten.

Am Folgetag wurde an den Äußerungen der Kinder in der Schule deutlich, dass dieser Workshop ein nachhaltiges Lernen mit verschiedenen Sinnen war. Einhellig waren alle der Meinung, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sind, und warben auch bei ihren Mitschülern für eine Teilnahme.

 

            

Von links nach rechts: Maren Ries (Violine), Anna Kiskachi          Gebannt lauschen die Kinder der Musik von Johann       (Cembalo), Ariane Spiegel (Violoncello), Volker Möller (Violine)      Sebastian Bach.

 

           

Wenn man die Taste herunter drückt, löst diese den Springer aus, der mit seinem Federkiel die Saite zupft und damit einen wunderschönen Cembalo-Ton erklingen lässt. (Maren Ries führt den Springer. Ein Schüler betätigt die Taste. Eine Schülerin hält die Saite zusammen mit Ariane Spiegel. Anna Kiskachi spielt Cembalo.)

 

 

 

Workshop mit Aleksandra Mikulska

am 27. November 2014